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Die Gemeinde Vorra

Inmitten der reizvollen Landschaft der Hersbrucker Schweiz, umgeben von Berghängen und malerischen, oftmals bizarren Felsformationen liegt die Gemeinde Vorra.

Wie Perlen an einer Kette reihen sich ihre vier Ortschaften Artelshofen, Vorra, Düsselbach und Alfalter talabwärts am Flusslauf der Pegnitz. In diesem Abschnitt zeigt sich das Obere Pegnitztal von seiner romantischen Seite – versteckte kleine Seitentäler mit klaren Bächlein bilden einen harmonischen Kontrast zu den markanten Dolomitkuppen, artenreichen Mischwäldern und Trockenrasenflächen, in und auf denen viele geschützte Pflanzen und Tiere einen noch intakten Lebensraum finden.

Den Erholungssuchenden bieten sich zahlreiche Möglichkeiten zum Ausspannen und zum Genießen dieser Naturschönheiten. Aber auch für Ausflüge und Freizeitaktivitäten gibt es zahlreiche Möglichkeiten, etwa zum Klettern, Wandern, Angeln oder Rad- und Kanu fahren.

In der typischen Juralandschaft erschließt sich dem Urlaubsgast eine reichhaltige Flora, wie man sie kaum noch in einer anderen Gegend findet, so etwa den Frauenschuh und weitere seltene Orchideen. An den Waldrändern und in den Lichtungen gedeihen zudem Seidelbast, Waldmeister und Maiglöckchen; auf den sonnigen Höhen kann man vor allem im Frühjahr Küchenschelle und Schlüsselblume sowie im Herbst vereinzelt die ebenfalls geschützte Gewöhnliche Silberdistel entdecken.

Erst im Jahre 1972 schlossen sich die bis dahin selbständigen kleinen Kommunen Artelshofen, Vorra und Alfalter mit dem Ort Düsselbach im Zuge der Gebietsreform freiwillig zur „Großgemeinde Vorra" zusammen. Seit 1978 gehört die Gemeinde zur Verwaltungsgemeinschaft Velden-Hartenstein-Vorra.

Alle Orte blicken auf eine lange und wechselvolle tausendjährige Geschichte zurück. Die Ansiedelungen Artelshofen und Alfalter wurden zum ersten Male 976 in einer Schenkungsurkunde erwähnt, in der die bayerische Herzogswitwe Wiltrudis ihre im Nordgau gelegenen Besitztümer dem damals neu gegründeten Frauenkloster in Bergen bei Neuburg an der Donau zueignete. Entsprechend feierten die beiden Ortschaften bereits 1976 die 1000-jährige Wiederkehr ihrer erstmaligen schriftlichen Erwähnung.

Der Name des Dorfes Vorra dagegen findet sich zum ersten Male in einer Urkunde aus dem Jahre 1011. Deshalb feiert man im Jahre 2011 dieses geschichtliche Jubiläum mit zahlreichen Veranstaltungen.

Nach rund 500 Jahren häufig wechselnder Besitzer und Zugehörigkeiten kamen alle vier Pegnitzorte 1504 zum Landgebiet der Reichsstadt Nürnberg. Die Kirchen in Artelshofen, Vorra und Alfalter, aber auch die Schlösser in den beiden erstgenannten Orten erinnern auf vielfältige Weise daran, dass das gesamte Gebiet bis 1805 der Noris einverleibt worden war. Viele Nürnberger Ratsherren und namhafte Patrizierfamilien hatten zu diesem Zeitpunkt bereits zahlreiche Besitzungen im gesamten Pegnitztal, wie etwa die kurzen geschichtlichen Rückblicke für die einzelnen Orte zeigen. 

Im Jahre 1806 wurde Nürnberg bayerisch und damit auch die Kommunen im Pegnitztal. Vorra, aber auch Artelshofen und Alfalter blieben bis zum oben genannten Zusammenschluss vor knapp vierzig Jahren eigenständige Gemeinden.

Heute leben in den vier Gemeindeteilen zusammen rund 1800 Einwohner. Durch eine seit über fünfzig Jahren bestehende Landschaftsschutzverordnung wurde die Ausweisung von Baugebieten stark eingeschränkt – aus heutiger Sicht durchaus segensreich -, da so der dörfliche Charakter zumindest in den kleineren Orten erhalten geblieben ist. Wenige Neubaugebiete, vor allem im Hauptort, findet man an flachen Hängen und an den Eingängen der zahlreichen Seitentäler. Da sich so auch kaum Gewerbebetriebe angesiedelt haben, pendeln die meisten Berufstätigen in die umliegenden Städte.

Erschlossen wird die Gemeinde durch die Staatsstraße von Hersbruck nach Neuhaus sowie durch die Bahnlinie Nürnberg – Bayreuth mit einem Halt in Vorra. Der Ballungsraum Nürnberg-Fürth-Erlangen sowie die Oberzentren Amberg und Neumarkt liegen im Umkreis von vierzig Kilometer und sind relativ schnell erreichbar.

Obwohl seit Jahren die Zahl der Gaststätten rückläufig ist, finden Besucher und Erholungssuchende bei ihrer Einkehr in den bestehenden Gastronomiebetrieben eine abwechslungsreiche Speisekarte mit stets frisch zubereiteten traditionellen fränkischen und internationalen Gerichten nach jedem Geschmack vor. Zudem gibt es kleine Stehcafes und als Besonderheit ein Heuhotel. So haben die Orte bei den Ausflüglern aus der näheren und weiteren Umgebung, aber auch bei den Landkreisbewohnern nach wie vor einen guten Klang.

Lassen Sie sich nunmehr einladen zu einer kleinen Bilderreise durch das Tal entlang der gemächlich fließenden Pegnitz mit seinen typischen fränkischen Orten, seinen historischen Baudenkmälern, den schmucken Fachwerkhäusern, Mühlen, den gestalteten Brunnen und vielen weiteren entdeckenswerten Kleinigkeiten...

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